Industrie 4.0 – von der
Forschung in die Praxis
Das IFA erforscht die Folgen der Digitalisierung für die Sicherheit
und Gesundheit der Beschäftigten
Bei der Mensch-Roboter-Kollaboration kann es zu Kollisionen kommen.
Diese dürfen nur ein minimales Schmerzempfinden auslösen.
D
ie voranschreitende Digitalisie
rung revolutioniert die Arbeits
welt, vor allem in der Produkti
on. Was technische Innovationen für
die Sicherheit und Gesundheit von
Beschäftigten bedeuten, untersucht
das IFA. Es gestaltet so den durch
die Digitalisierung bedingten Struk
turwandel mit. Ein Instrument hier
für ist das Risikoobservatorium der
DGUV. Es soll neue Herausforderun
gen in der Prävention vorausschau
end ermitteln. Nach den Ergebnissen
einer ersten, von diesem Observatori
um durchgeführten Befragungsrunde
wird die Präventionsarbeit der Unfall
versicherungsträger künftig beson
ders durch die Digitalisierung der Ar
beitswelt gefordert. Dazu gehören die
Vernetzung, die Erreichbarkeit und
die Kontrolle durch neue Informati
onstechnologien.
Sichere Kooperation von
Mensch und Roboter
Daher befasst sich die Präventionsfor
schung am IFA mit kollaborierenden
Robotern, also komplexen Maschinen,
die sich einen Arbeitsbereich mit Men
schen teilen und dort unterstützend
auf die ausgeübte Tätigkeit einwir
ken. So kann ein Roboter ein schweres
Werkstück heben und positionieren,
während ein Mensch leichte Eisenteile
anschweißt. Fehlen trennende Schutz
einrichtungen, sind andere technische
Maßnahmen erforderlich, umKollisio
nen zu vermeiden: Durch eine geziel
te Robotersteuerung kann das Kollisi
onsrisiko laufend minimiert werden.
„Das IFA hat die
technologischen,
medizinischen,
biomechanischen
und prüftechnischen
Anforderungen an
die Arbeit mit
kollaborierenden
Robotern definiert.“
DGUV Jahrbuch 2015/16
54
Zukunft der Arbeit




