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Fusion der BG Kliniken

Qualität und Innovation auf Spitzenniveau sichern

Versorgung von Schwerstverletzten

Neues Verfahren verbessert die Behandlung von Schwerstunfallpatienten

Wenn sich die neun berufsgenossen­

schaftlichen Akut- und Rehakliniken,

zwei Kliniken für Berufskrankheiten

und zwei Unfallbehandlungsstellen

zu einem Unternehmen mit Holding­

strukturen

zusammenschließen,

klingt das auf der einen Seite nach ei­

nemMammutprojekt, auf der anderen

Seite vor allem aber nach einem fes­

ten Willen zu enger Kooperation und

erfolgreicher Innovation. Denn durch

den Zusammenschluss der bis dato

rechtlich eigenständigen Einrich­

tungen fand Ende 2015 nicht nur die

komplexeste Klinikfusion der vergan­

genen Jahre einen erfolgreichen Ab­

schluss. Es entstand auch eines der

größten gemeinnützigen Gesundheits­

unternehmen, das zudem über die

höchste Investitionsquote und den

viertgrößten Gesamtumsatz aller Kli­

nikgruppen Deutschlands verfügt.

Mit der Fusion rüsten sich die BG

Kliniken nun für die Herausforde­

rung, auch zukünftig die optimale

Versorgung der Patientinnen und Pa­

tienten gewährleisten zu können, und

zwar ganz im Sinne der gesetzlichen

Unfallversicherung: mit integrierter

Versorgung vom Unfallort bis zur am­

bulanten Nachsorge und „mit allen ge­

eigneten Mitteln“.

|

www.bg-kliniken.de

Die DGUV hat zu Beginn des Jahres

2013 ihre Heilverfahren neu geordnet.

Die Beteiligung von Krankenhäusern

an der Versorgung von Arbeits-, Wege-

und Schulunfallverletzten erfolgt seit­

dem in einem dreistufigen System.

Neben der Durchgangsarztversorgung

(DAV) und dem Verletzungsarten­

verfahren (VAV) wurde eine neue Ver­

sorgungsstufe eingeführt, auf der die

Versorgung besonders schwerer und

komplexer Verletzungsfälle im statio­

nären Bereich erfolgt: das Schwerst­

verletzungsartenverfahren (SAV).

Nach einer einjährigen Übergangs­

zeit trat das SAV am 1. Januar 2014

in Kraft. Zusätzlich zu den neun be­

rufsgenossenschaftliche Unfallkran­

kenhäuser nehmen bundesweit mitt­

lerweile 91 Krankenhäuser an dem

neuen Schwerstverletzungsartenver­

fahren teil. Durch die Konzentrati­

on auf diese besonders qualifizierten

und erfahrenen Krankenhäuser kann

die Betreuung und die Versorgung

der Unfallpatienten und -patientin­

nen langfristig effektiver koordiniert

werden. Die von den Krankenhäusern

im SAV nachzuweisende Ausstattung

ist auf die Notwendigkeiten einer qua­

lifizierten und interdisziplinären Ver­

sorgung von Schwerverletzten auf

höchstem Niveau hin ausgerichtet.

Besondere Standards gelten bei der

Ausstattung von fachärztlichem und

therapeutischem Personal, der Aus­

stattung der OP-Abteilungen, der No­

taufnahme und der Intensivstation

sowie in der Einführung erweiterter

Hygienestandards. Darüber hinaus

gelten hohe Anforderungen an die Zu­

sammenarbeit mit den Mitarbeiterin­

nen und Mitarbeitern der Unfallversi­

cherung im Reha-Management.

|

www.dguv.de

(Webcode: d167106)

Quelle: BG Kliniken – Klinikverbund der

gesetzlichen Unfallversicherung, 2015

„Durch die Kon­

zentration auf

diese besonders

qualifizierten Kran­

kenhäuser kann

die Betreuung der

Unfallpatienten

langfristig effek­

tiver koordiniert

werden.“

Teilhabe möglich machen

DGUV Jahrbuch 2015/16

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