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Sicherheit und Gesundheit bei der

Arbeit einsetzen oder es als Multipli­

katoren an weitere Personen in ihrer

Heimat weitergeben.

So nahm im Oktober 2015 eine Dele­

gation aus China an einem Trainings­

seminar beim IAG in Dresden teil,

das im Rahmen des EUCOSH Project

on Occupational Safety and Health

in High Risk Sectors organisiert wur­

de. Dieses diente zur Schulung von

Führungskräften, die Wissen über die

Durchführung von Trainingsveranstal­

tungen mit engem Praxisbezug ver­

mittelt bekamen. Es soll ihnen helfen,

nach der Rückkehr in ihr Heimatland

selbst Seminare zur Schulung von Be­

schäftigten und Entscheidungsträgern

durchzuführen.

Durch eine Kooperation mit der

Akademie der Internationalen Verei­

nigung für Soziale Sicherheit (IVSS)

in Genf, die 2014 im Rahmen einer

Exzellenzinitiative beschlossen wur­

de, bringt sich das IAG auch im Aus­

land in die Ausbildung von Fachleuten

und die Organisation von Lehrangebo­

ten ein.

China

Mit China unterhält die DGUV seit

mehr als zehn Jahren enge Beziehun­

gen und trägt dort maßgeblich zum

Auf- und Ausbau eines staatlichen

Unfallversicherungssystems nach

deutschem Vorbild bei. Die chinesi­

sche Arbeitswelt ist vor allemmit zwei

Herausforderungen konfrontiert: Die

Arbeitsbedingungen in vielen Indus­

triebereichen sind nicht sicher und

stellen eine Gefahr für die Gesundheit

der Beschäftigten dar, weshalb es je­

des Jahr zahlreiche Todesopfer bei Ar­

beitsunfällen zu beklagen gibt. Darü­

ber hinaus leidet die Wirtschaft unter

dem demografischen Wandel der Ge­

sellschaft. In einigen Regionen des

Landes herrscht bereits Arbeitskräf­

temangel. Mit einer systematischen

Förderung der beruflichen Rehabilita­

tion soll der Ausfall qualifizierter Ar­

beitskräfte kompensiert und die Be­

schäftigungsfähigkeit wiedererlangt

und erhalten werden.

Für einen besseren Arbeitsschutz im Heimatland: Im April 2016 besuchte

zum zweiten Mal eine Delegation aus Bangladesch Deutschland.

Persönlicher Austausch und

intensive Beratung

Zwischen 2005 und 2008 lag der Fokus

auf der Rechtsberatung beim Aufbau

der chinesischen Unfallversicherung,

2009 bis 2011 hingegen auf der Unter­

stützung bei der Erweiterung des Ver­

sichertenkreises. Seit 2012 stehen nun

die Prävention und die Rehabilitation

im Mittelpunkt der Kooperation. Das

Ziel ist die Transformation zu einem

umfassenden System mit Rehabilita­

tion, Prävention und Versicherungs­

leistungen aus einer Hand, in dem die

deutschen Grundsätze „Prävention

vor Rehabilitation“ und „Rehabilitati­

on vor Rente“ gelten.

Um dies zu erreichen, fand in den

vergangenen Jahren ein reger persön­

licher Austausch statt. Experten der

DGUV waren in China zu Besuch, ha­

ben die dortigen Entscheidungsträger

beraten und Kooperationsabkommen,

unter anderem mit dem Arbeitsminis­

terium, der staatlichen Arbeitsschutz­

behörde SAWS und dem Verband für

die Belange von Menschen mit Be­

hinderungen (CFDP) und seinen

Reha-Einrichtungen, unterschrieben.

Im Gegenzug waren auch chinesi­

sche Delegationen zu Gast in Deutsch­

land, um Einblicke in das deutsche

Unfallversicherungssystem zu gewin­

nen. Darüber hinaus waren im Rah­

men des EUCOSH-Projektes mehrere

Experten von DGUV und Berufsgenos­

senschaften in intensive Beratungen

in der Prävention allgemein und in

speziellen Hochrisiko-Sektoren einge­

bunden.

Eine intensive Kooperation fin­

det auch zwischen mehreren berufs­

genossenschaftlichen Kliniken, wie

der BG Unfallklinik Murnau, dem BG

Klinikum Hamburg und dem Unfall­

krankenhaus Berlin, und chinesi­

schen Rehakliniken in Guangdong,

Bayi und Peking statt. Durch den

Austausch von Fachpersonal und me­

dizinischer Expertise können die chi­

nesischen Partner neue Ansätze der

Rehabilitation kennenlernen, wäh­

rend die deutschen Kliniken im Ge­

genzug Unterstützung beim Ausbau

der Traditionellen Chinesischen Me­

dizin erhalten.

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www.dguv.de

(Webcode: d75)

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DGUV Jahrbuch 2015/16