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International im Dialog

Die Forschungsinstitute der DGUV stehen mit wissenschaftlichen

Einrichtungen auf der ganzen Welt in engem Austausch

D

ie Informationsnetzwerke

fördern die Präventionsforschung.

Beispiel PEROSH: Seit 2003 vernetzt

die Partnerschaft für Europäische Forschung im Arbeitsschutz

zwölf Institute aus elf europäischen Staaten. Das Institut für Arbeits­

schutz der DGUV (IFA) in Sankt Augustin gehört zu den Gründungsmitgliedern

des Forschungsnetzwerkes.

Europäische Arbeitsschutzforschung vorantreiben

PEROSH will eine europäische Forschungsszene für den Bereich Arbeitsschutz schaffen: Ziel ist

es, die zwölf Institute des PEROSH-Verbundes und ihre Forschungsaktivitäten eng zu vernetzen.

Auch Lobbyarbeit für die Arbeitsschutzforschung in den Gremien der Europäischen Kommission ist ein

Ziel der Zusammenarbeit. Eine wissenschaftliche Steuerungsgruppe tauscht sich zweimal jährlich über

Forschungsprojekte aus. Das Spektrum dieser Projekte ist breit gefächert: Es reicht von der Alterung der Ar­

beitsbevölkerung über die Identifizierung von gesundheitlichen Gefährdungen durch Nanopartikel bis hin

zur Sicherheitskultur und der Förderung einer Null-Unfälle-Vision am Arbeitsplatz. „Europa braucht eine ei­

gene Forschungsszene im Arbeitsschutz, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen“, so Professor

Dr. Dietmar Reinert. „Deshalb suchen wir den proaktiven Dialog mit der EU und weiteren Partnern. Einmal im

Jahr trifft sich die PEROSH-Gruppe mit Fachleuten aus Arbeitsschutzinstituten aus Amerika und Asien. Der Mehr­

wert der Arbeitsschutzforschung sowie ihre Verbreitung und Förderung in Europa müssen intensiviert werden.“

Netzwerk für arbeitsmedizinische Prävention

Ein internationales Netzwerk von Fachleuten aus der arbeitsmedizinischen Prävention schafft MODERNET

(Monitoring Occupational Diseases and tracing New and Emerging Risks in a NETwork). „Durch MODERNET

stehen Einrichtungen aus derzeit über 15 europäischen Staaten sowie aus Australien in engem Kontakt,

um sich über künftige Entwicklungen bei arbeitsbezogenen Erkrankungen auszutauschen“, so Dr. Dirk

Pallapies, Leiter der Stabsstelle Regulation im Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV

(IPA). Inhaltliche Schwerpunkte, zu denen das IPA über entsprechende Expertise verfügt, sind

zum Beispiel die Identifizierung des allergenen Potenzials von Substanzen amArbeitsplatz

oder die Bewertung möglicher gesundheitlicher Risiken der beruflichen Exposition ge­

genüber Nanomaterialien. „Das Netzwerk dient der Kommunikation über neue

Techniken zur Identifikation von Trends bei arbeitsbezogenen Erkrankun­

gen und soll dafür sorgen, dass diese Erkrankungen schneller er­

kannt und validiert werden“, erklärt Dr. Dirk Pallapies.

Jährliche Kongresse, an denen Fachleute

der DGUV und des IPA

Positionsbestimmung

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DGUV Jahrbuch 2015/16