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in das Geschehen integriert, soll aber möglichst nur noch prozess­

begleitend oder in kritischen Situationen tätig werden. In anderen

Fällen arbeiten kollaborierende Roboter Hand in Hand mit Menschen

zusammen und unterstützen sie zum Beispiel bei physisch belasten­

den Tätigkeiten.

In der Arbeitswelt 4.0 gelten andere Spielregeln

Die neuen Technologien verändern nicht nur die Art, wie gearbeitet

wird, sondern auch die Bedingungen. An die Seite von Normalarbeits­

verhältnissen – also unbefristeten Vollzeitstellen bei einem Arbeit­

geber mit festem Arbeitsplatz und sozialer Absicherung – sind viel­

fältige Formen atypischer Beschäftigung getreten. Dazu gehören zum

Beispiel Click- und Crowdworking, bei dem die Unternehmen – wie im

Beispiel von Rita – ihre Arbeitskräfte bedarfsorientiert über ein virtu­

elles Netzwerk rekrutieren. Diese Arbeitskräfte stehen oft im globalen

Wettbewerb zueinander. Auch Mitarbeiter-Sharing ist weit verbreitet:

Dabei werden Erwerbstätige gemeinsam von mehreren Unternehmen

beschäftigt. Hinter all diesen Beschäftigungsformen steht das Grund­

prinzip der Flexibilität.

Politik startet Diskussion über Arbeiten 4.0

Die Politik hat den Wandel in der Arbeitswelt auf ihre Agenda ge­

setzt und im April 2015 einen Dialog zum Thema Arbeiten 4.0 gestar­

tet. Dieser beschäftigt sich mit Arbeitsformen und -verhältnissen,

nicht nur im industriellen Sektor, sondern in der gesamten Arbeits­

welt. Das Grünbuch „Arbeiten 4.0“ skizziert aktuelle Trends sowie

künftige Werte und Handlungsfelder. Leitfragen sollen den Diskurs

unter den Sozialpartnern und Fachleuten aus Wissenschaft, Ver­

bänden, Unternehmen und Institutionen anstoßen. Die gesetzliche

Unfallversicherung hat eine Kommentierung zum Grünbuch veröf­

fentlicht. Darin stellt sie zahlreiche Fragen nach den Chancen, aber

auch nach den Risiken für Sicherheit und Gesundheit in der Arbeits­

welt vonmorgen. Diese gehen über die bereits imGrünbuch formulier­

ten Leitfragen und Handlungsfelder hinaus oder präzisieren sie. Bei­

spiel Vision Zero: Wie lässt sich diese Strategie, die seit 2008 zu den

Präventionsgrundsätzen der gesetzlichen Unfallversicherung gehört

und eine Arbeitswelt ohne schwerwiegende oder tödliche Arbeits­

unfälle und Berufskrankheiten zum Ziel hat, künftig umsetzen? Und

inwiefern kann Arbeiten 4.0 darüber hinaus dazu beitragen, Arbeits­

unfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

generell zu minimieren? Kann ein hohes Niveau von Sicherheit und

Gesundheit bei der Arbeit auch in einer dynamischen Arbeitswelt ge­

währleistet werden, in der die Technik rasante Fortschritte macht und

sich Tätigkeiten und Beschäftigungsformen verändern? Die Folgen in­

novativer Fertigungstechniken und Arbeitsmethoden imHinblick auf

neue Unfallrisiken und Gesundheitsbelastungen werden bereits an

den Forschungsinstituten der DGUV untersucht. „Die Präventions­

forschung muss sich den durch die Digitalisierung veränderten Ar­

beitssystemen als Ganzes zuwenden, um gesundheitliche Wirkungen

zu erforschen und Lösungen zu entwickeln, bis hin zu Regeln für eine

DGUV Jahrbuch 2015/16

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Zukunft der Arbeit