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menschengerechte Gestaltung“, sagt Professor Dr. Dietmar Reinert,

Leiter des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) in Sankt Augus­

tin. Technische Entwicklung, arbeitswissenschaftliche und arbeits­

medizinische Forschung seien dabei gleichermaßen gefragt.

Risikoobservatorium soll Trends aufspüren, begleiten

und prüfen

Durch ihr vorausschauendes Handeln ist die gesetzliche Unfall­

versicherung für die Arbeitswelt 4.0 gut aufgestellt. „Wir werden wei­

terhin das tun, was wir immer getan haben: neue Entwicklungen in

der Arbeitswelt und auf dem technologischen Sektor frühzeitig erken­

nen, von Anfang an mit Fachwissen begleiten und auf Arbeitsschutz­

tauglichkeit prüfen“, so Reinert. Dazu wurde ein besonderes Instru­

mentarium geschaffen: Das Risikoobservatorium der DGUV. Es soll

klären, welche Trends in den kommenden Jahren zu bedeutsamen

Risiken für die Sicherheit und Gesundheit der Versicherten führen

können und welche Präventionsmaßnahmen ergriffen werden sollten.

Sicherheit und Gesundheit von Anfang an mitdenken

Eine der größten Herausforderungen sind dabei die zunehmend flexi­

bilisierten Arbeitsmodelle. Wie können Berufsgenossenschaften und

Unfallkassen ihre Botschaften zumBeispiel den Solo-Selbstständigen

vermitteln, die nicht automatisch unter dem Schutz der gesetzlichen

Unfallversicherung stehen? Und wie lassen sich Betriebe und Beschäf­

tigte für Arbeitsschutzbelange bei der Telearbeit oder zum Beispiel

an mobilen Arbeitsplätzen sensibilisieren? Auch an diesen Fragestel­

lungen setzt ab 2017 die neue Präventionskampagne der Unfallversi­

cherungsträger an. Sie soll Sicherheit und Gesundheit als Werte bei

allen Menschen, in jeder Organisation und in der Gesellschaft veran­

kern sowie im Denken und Handeln integrieren. Langfristig entsteht

so eine Kultur der Prävention. Die Verantwortung der Betriebe erwei­

tert sich darauf, die Gesundheitskompetenz von Erwerbstätigen zu

stärken, vor allem dann, wenn sie keinen direkten Zugriff mehr auf

ihre Arbeitskräfte haben. Die Berufsgenossenschaften und Unfallkas­

sen unterstützen die Betriebe und Bildungseinrichtungen mit ihren

Präventionsangeboten. Davon profitiert auch Rita: Sie ist beim Surfen

im Netz auf die neue Präventionskampagne der gesetzlichen Unfall­

versicherung gestoßen. Die praktischen Tipps, wie schon kleine Dinge

auf Sicherheit und Gesundheit im Alltag einzahlen, machen sie neu­

gierig. „Das werde ich auch versuchen“, sagt Rita. „Denn in der Sum­

me bewirken schließlich auch Kleinigkeiten Großes.“

Meilensteine in der Prävention

Impulse setzen, Denkanstöße liefern, einen Perspektivwechsel ein­

leiten: Darum geht es der gesetzlichen Unfallversicherung. „Um lang­

fristig ein gesundes Arbeitsleben führen zu können, brauchen wir eine

Kultur der Prävention“, fordert Dr. Walter Eichendorf, stellvertreten­

der Hauptgeschäftsführer der DGUV. Diese müsse alle Lebensphasen

einschließen – von der Kindertagesstätte an über den gesamten Aus­

bildungs- und Berufsweg hinweg. „Damit schaffen wir die Voraus­

setzungen, damit die Menschen auch in einer digitalisierten Welt si­

cher und gesund arbeiten können.“

|

www.dguv.de

(Webcode: d1124828)

Die Broschüre „Neue Formen

der Arbeit, neue Formen der

Prävention – Arbeitswelt 4.0:

Chancen und Herausforde­

rungen“

|

www.dguv.de/publikationen

Neue Formen der Arbeit

Neue Formen der Prävention

Arbeitswelt4.0:ChancenundHerausforderungen

DGUV Jahrbuch 2015/16

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Zukunft der Arbeit